POSTED August 24, 2010 10:50 Neue Micropaymentdienste setzten auf freiwillige Zahlungsbereitschaft der Nutzer

Wie lässt sich mit Webinhalten Geld verdienen?  Flattr und Kachingle setzten dabei auf die Motivation der Nutzer für – aus Ihrer Sicht – gute Inhalte freiwillig Geld zu zahlen.

Im Augenblick sind vor allem zwei Micropayment-Diensten im Gespräch: Kachingle und Flattr. Bei beiden Anbietern zahlt der Nutzer einen monatlichen Betrag ein, der dann im Laufe des Monats auf beliebig viele Seiten verteilt wird. Ein kleiner Flattr- bzw. Kachingle-Button auf den Webseiten macht es möglich.

FLATTRKachingle

Da nur der eingezahlte Betrag verteilt wird, bedeutet dies volle Kostenkontrolle. Ein weiterer Vorteil beider Systeme ist, dass die Inhalte komplett kostenfrei zur Verfügung stehen und der Nutzer im Nachhinein entscheidet, ob er bereit ist für den Content zu zahlen. Er kauft also nicht „die Katze im Sack“, wie es vielerorts bei Pay-Content der Fall ist.  

Neben den Gemeinsamkeiten weisen FLATTR und Kachingle jedoch auch einige Unterschiede auf.  Kachingle-Nutzer bekunden ihre Unterstützung einmal pro Seite. Im Folgenden werden ihre Besuche auf der Seite gezählt, und dienen als Berechnungsgrundlage für die Vergütung. Mit Kachingle belohnt der Nutzer also immer eine komplette Seite. Bei FLATTR werden einzelne Artikel "geflattert" und somit einzelne Inhalte belohnt. Das hat den Vorteil zum einen besser erkennen zu können, für welche Inhalte Nutzer bereit sind zuzahlen,  zu anderen den Nachteil, das jeder Artikel einzeln geflattert werden muss.

Wie funktionieren Kachingle und FLATTR?

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Die extrem schnelle Verbreitung der Flattr-und Kachingles-Buttons zeigt bereits, dass das System ankommt und viele Blogger auf eine Möglichkeit mit ihren Inhalten Geld dazuzuverdienen gewartet haben. Aber auch wenn einzelne FLATTR-Buttons schon über 500 Spendenklicks aufweisen, bleibt es abzuwarten, ob die kritische Masse erreicht werden kann, die nötig ist, damit sich Micropaymentsystem wie Flattr und Kachingle  etablieren.

Anbieterseiten:

http://flattr.com/
http://www.kachingle.com/

Weitere Informationen:

07.2010 - gulli.com: Kommentar: Flattr und Co. - Das Finanzierungsmärchen?
05.2010 - stern.de: Flattr zahlt den Blog!
04.2010 – Institut für Kommunikation in sozialen Medien: Flattr und Kachingle – ein Systemvergleich